aus der Schulzeitung 1977 – Teil 2

Schultreffen der Volksschule Niendorf Ostsee 1977
Zusammengetragen von Grete Dankert

Auszug 2
Op de muer oder ob de Bank an de Promenad‘ seet „Prinz Corl“ un spielt op sein Handharmonika — un de „Langbehn Busse“ bröchten de Gäst‘ von Bahnhof – dormals har timmendörp ja noch keen Bahnverbindung – von Niendörp an’n Timmendörper Stran‘. De beiden „Langbehns“ stün an Bahnhof un möken sik Konkurrenz. Manchmal har de Fru von Wilhelm Langbehn de Gäst‘ in eer’n Bus, un de anner Fru Langbehn de dortogehörigen Kuffer. Oha, dann wär awer wat los un dat gew Krach, dat de Fetzen un de Hoor flögen, un dorbi de Geldtasch’n dörch de Luft susen dünn, ‚un sik de Inhalt op de Staat ergeut. — Na, nu wer dat awer nich ümmer so, oft wer ok „eitel Sunnenschien“ twischen de beiden.

Auf der Mauer oder auf einer Bank an der Promenade saß „Prinz Corl“ und spielte auf seinem Akkordeon. — und die „Langbehn Busse“ brachten die Gäste vom Bahnhof – damals hatte timmendorf ja noch keine Bahnverbindung – von Niendorf an den Timmendorfer Strand. Die beiden Langbehns standen am Bahnhof und machten sich Konkurrenz. Machmal hat die Frau von Wilhelm Langbehn die Gäste in ihrem Bus, und die andere Frau Langbehn das dazugehörigen Koffer. Oha, dann war aber was los und das gab Krach, das die Fetzen und die Haare flogen und dabei die Geldtaschen durch die Luft sausten und sich sein Inhalt auf der Straße ergoß. — Na, nun war das aber nicht immer so, oft war auch eitel Sonnenschein zwischen den